Füürgeischter

 

 Einige Highlights und die Bilder fehlen noch.

 

Füürgeischter Chronik 1971 - 2014 (Kurzform)

Die Gründung und Entwicklung der Clique

Am 15. Mai 1971 gründeten sechs Freunde aus Karsau die Fasnachtsclique „Füürgeischter Karsau." Karlheinz Forster, Manfred Frech, Raimund Knapps, Heinz Pfister, Kurt Schneeberger, und Uwe Wenk waren damals 16 Jahre alt, als sie beschlossen, aktiv an der Fasnacht teilzunehmen.

Da zu jener Zeit in den bestehenden Fasnachtcliquen in Karsau keine Neumitglieder aufgenommen wurden, entstand so eine eigenständige Clique, die „Füürgeischter".

Die Füürgeischter bilden mit dem Elferrat, der Zunftgarde, Moschtbire, Michel, Wilde und Bettlerkuchihexe zusammen die Narrenzunft Karsau, die 1953 gegründet wurde. Organisatorisch wird die Narrenzunft Karsau vom Zunftrat geleitet, dem jeweils der Vorsitzende und eine weitere Person der oben genannten, eigenständigen Vereine angehören. Dem Zunftrat und somit der ganzen Narrenzunft Karsau steht der Zunftmeister vor.

Während man am 23. Januar 1972 den ersten Auftritt anläßlich des Rheinfelder Narrentreffens noch mit acht Aktivmitgliedern bestreiten mußte, wuchs die Clique in den folgenden Jahren immer stärker an. Nach der Fasnacht 1972 wurde beschloßen auch Frauen aufzunehmen, was sich, trotz einigen Befürchtungen, bis jetzt nicht als Nachteil erwies.
Bereits im November 1973 zählte man 19 Hästräger, davon acht Frauen und elf Männer. In den Jahren bis 1983 zählte man ca. 25 Aktivmitglieder, während im Jahr 1984 ein Mitgliederstand von 34 Maskenträger und 14 Kindern erreicht wurde.

Zwischenzeitlich hatten einige Füürgeischter geheiratet und für den Narrenachwuchs gesorgt. Die Kinder wurden von Anfang an in die Fasnacht miteinbezogen, so dass sich heute für die Füürgeischter keine Nachwuchsprobleme stellen. Durch die kontinuierliche Aufnahme junger interessierter Narren blieben Generationsprobleme bisher aus.
 
In den nun fast 44Jahren seit der Gründung haben sich die Füürgeischter in der Karsauer Fasnacht etabliert und sind ein fester Bestandteil davon geworden.

1976 wurde beschloßen Passivmitglieder aufzunehmen. Unser erstes Passivmitglied war Dieter Ruf. Im gleichen Jahr wurden die ersten Miniatur-Masken angeschafft und verkauft.

1985 erfolgte der Eintrag beim Amtsgericht Lörrach ins Vereinsregister, gleichzeitig wurde die Gemeinnützigkeit beantragt und auch vom Amtsgericht anerkannt.

1991 feierten wir unser 20. Geburtstag mit der Bevölkerung und einem tollen Programm in der Karsauer Mehrzweckhalle.

1996 führten wir dann unser 25jähriges Jubiläum unter großer Anteilnahme der Karsauer Vereine und der Bevölkerung durch. Bei schönstem Wetter erlebten wir zwei herrliche Festtage am Karsauer Sportplatz.

hier wird noch ergänzt...

Der Füürgeischt und sein Häs

Da Ende der 60-er und zu Beginn der 70-er Jahre eine Reihe ungeklärter Brände auf der Gemarkung, der damals noch selbständigen Gemeinde Karsau und in der näheren Umgebung geschah, kam man auf die Idee die Clique den Namen „Füürgeischter" zu geben.

Der Füürgeischt ist eine schelmische Gestalt . Es lacht die Leute an und aus. Aus einem vom Ruß geschwärzten Gesicht, in dem sich symbolisch der Flammenschein wiederspiegelt, blitzen seine weißen Zähne und Augen . Die Gesichtszüge wirken auf die Leute freundlich und sympathisch

Das Häs oder Kostüm entspricht den Farben des Feuers. Eine Jacke mit leuchtend roten Filzplätzchen und eine rote Hose mit gelb-roten Flammen sollen zusammen mit der Maske den aus dem Feuer hervorsteigenden „Füürgeischt" darstellen.
Sieben auf dem Maskentuch über dem über dem Gesicht des „Füürgeischt" angebrachte „Wullbölle" haben auch eine Bedeutung. Für jeden der ersten sieben Mitglieder wurde ein solcher „Wullbölle" angebracht. Zum Häs gehört weiter das Cliquenhemd, der gelbe Schal mit Schalhalter (Karsauer Wappen) sowie der rote Konfettisack.  

Im Jahr nach Gründung hatte man sich zunächst noch keine Holzmasken leisten können , da alle Mitglieder entweder noch Schüler oder Lehrlinge waren. Die ersten Masken entstanden in Handarbeit aus Papierfetzen, Leim und Farbe. Erst nachdem sich die jungen „Füürgeischter" einen gewissen finanziellen Grundstock durch die Aktivitäten während der Fasnacht verdient hatten, konnten im September 1972 die ersten Holzmasken , nach einem Entwurf von Karlheinz Forster, angefertigt werden. Das dazu benötigte Lindenholz hatte man selbst besorgt und für den Schnitzer verarbeitungsgerecht hergerichtet. Die ersten Holzmasken hat Otto Weber aus Warmbach angefertigt, seit 1980 schnitzt Karlheinz Forster die Holzmasken. Die Jacken und Hosen wurden in den letzten Jahren von den Aktivmitgliedern Sabine Risch und Iris Frommherz genäht.
 

Fasnacht und Tradition

Die „Füürgeischter" haben sich sowohl dem Brauchtum der alemanischen Fasnacht, als auch den dörflichen, fasnächtlichen Traditionen, die sich in Karsau im Laufe der Jahre entwickelt haben, verschrieben. Die Füürgeischter beteiligen sich gerne an den Narrentreffen und Umzügen der näheren und weiteren Umgebung.

Die Teilnahme an den örtlichen Fasnachtsveranstaltungen wie Narrenbaumstellen ,Kinderfasnacht, Narrenmarkt, Fasnachtsmentig-Umzug, sind Pflicht.

Ebenso die Teilnahme am Narrentreffen der Vereinigung Hochrheinischer Narrenzünfte.
Die Narrenzunft Karsau ist Gründungsmitglied dieser Vereinigung.

Das Mitwirken am Karsauer Zunftabend mit Inthronisierung der Moschtbire- Königin gehört selbstverständlich zur Cliquentradition.

Natürlich haben sich mit der Zeit auch cliqueneigene Traditionen entwickelt, die gepflegt werden. Die Teilnahme am Karsauer Narrenmarkt mit unserem „Füürdächli", in dem von Fasnachtssonntag bis Fasnachtsdienstag die Narrenmarktbesucher bewirtet werden, hält die Clique finanziell über Wasser.

Jedes Jahr nehmen die „Füürgeischter" am Fasnachtssonntag am Rheinfelder Umzug teil, wenn möglich auch  mit einem Motiv- oder sowie 1996 zusätzlich mit einem Jubiläumswagen teil. Dieses Engament im Wagenbau hat schon eine eigene Dynamik und Tradition. Als Lohn für den geleisteten Arbeitsaufwand konnten wir mit den gebauten Fasnachtswagen, bereits mehrfach erste Plätze bei der Prämierung erlangen.

Von 1986 bis 2009 richteten wir  „Füürgeischter" die Kinderfasnacht in Karsau im Namen der Narrenzunft aus.
Wir könne heute mit Stolz sagen, dass die Kinderfasnacht von den Kindern, weit über die Karsauer Grenzen hinaus, begeistert angenommen und bekannt geworden ist.

Ein völlig cliqueneigener Tradiotionsabend ist der sogenannte „Leberwurschtfritig", der immer am Freitag vor Fasnacht abgehalten wird. Er entstand beim Wagenbau des ersten Fasnachtswagens 1973, nachdem sich die Wagenbauer nach der Fertigstellung des Wagens bei „Moscht und Leberwürsten"stärkten und einen gemütlichen Abend im Gasthaus " zur Blume" erlebten.
Damals wurde spontan beschlossen, diesen Abend jedes Jahr als „Leberwurschtfritig" durchzuführen.
Den Karsauer Narrenmarkt, den es in der heutigen Form schon seit 1969 gibt, bereichern wir mit unserem „Füürdächli." und der „Wurschtbudi".
Von Fasnachtsonntag bis Fasnachtdienstag bewirten und verköstigen wir die Narrenmarktbesucher mit kulinarischen Genüssen , so dass sich im Laufe der Jahre auch eine große Stammkundschaft gebildet hat. Viele schöne Stunden erlebten wir schon mit unseren Besuchern.
 

 

Auch außerhalb der Fasnachtszeit sind die „Füürgeischter" rege und beteiligten sich am Dorfleben, insbesondere an den Veranstaltungen anderen Vereine. So nehmen Füürgeischter-Mannschaften an Grümpelturnieren des Fußball-, Schützen-, und Handballvereins teil.

Ein jährlicher Ausflug, meistens auf ein Hüttenwochenende in den Bergen, eine Familienwanderung am Vatertag oder ein Suserbummel, sowie weitere Feste sind Bestandteile der Kameradschaftspflege.  

Die Füürgeischter und ihre Moschtbirekönigin


Die Karsauer Fasnacht hat eine offizielle Regentin, die Moschtbirekönigin.
Ihre Amtszeit ist auf ein Jahr begrenzt. und sie begleitet die Karsauer Narren durch die ganze Fasnachtszeit.

Besonders stolz waren die Füürgeischter 1989 & 2004 als  die Moschtbirekönigin Ute Lutz-Nass  und Kerstin Rößler aus den cliqueneigenen Reihen kamen. Bereits 1984 war Petra Rösch Moschtbirekönigin, damals zwar nicht als Aktivmitglied bei den Füürgeischtern, aber sie wurde nach ihrer Regentschaft im Moschtbireland aktives „Füürgeischtermitglied". 

 

 

Die Vorstände seit der Gründung

1971 - 1980 Karlheinz Forster
1980 - 1982 Manfred Frech
1982 - 1990 Karlheinz Forster (seit 1990 Ehrenvorstand)
1990 - 1998 Michael Grass
1998 - 2006 Martin Klein
2006-  2014 Markus Forster
2014-  heute Monika Reichle